Magen-Sensibelchen

Hundebauch im Aufruhr: Wenn Bello Magen weh hat

Dein Hund würgt, hat Durchfall und will nichts fressen? Oh nein, der berüchtigte empfindliche Magen meldet sich wieder!

Keine Sorge, du bist nicht allein! Viele Hunde leiden unter Magenproblemen, doch mit der richtigen Ernährung können wir unseren Vierbeinern Linderung verschaffen.

Heute tauchen wir in die Welt des sensiblen Hundemagens ein und erkunden, wie wir mit angepasster Ernährung für mehr Wohlbefinden sorgen können.

  1. Was ist denn eigentlich los da unten?

Magenprobleme können verschiedene Ursachen haben: Futterunverträglichkeiten, Parasiten, Stress, falsche Fütterung, gastrointestinale Infektionen oder einfach ein empfindlicher Magen. Auch chronische Erkrankungen wie Gastritis oder Reizdarmsyndrom bei Hunden können die Ursache sein.

  1. Symptome: Wenn der Hundebauch rebelliert

Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bauchschmerzen sind typische Anzeichen für Magenprobleme. Ergänzend könnten auch Gewichtsverlust und vermehrtes Trinken auftreten, beispielsweise bei Dehydrierung durch Durchfall. Da diese Symptome unspezifisch sein können, ist bei anhaltenden Beschwerden eine tierärztliche Abklärung notwendig.

  1. Was können wir tun?
    a) Schonkost: Sanfte Nahrung für den gereizten Magen
  • Gekochtes Huhn oder Pute: Leicht verdaulich und proteinreich.
  • Weißer Reis: Bindet Feuchtigkeit und beruhigt den Magen.
  • Kartoffeln: Liefern Energie und sind leicht verdaulich.
  • Hüttenkäse: Bietet wertvolle Proteine und Probiotika. Bei Hunden mit Laktoseintoleranz kann laktosefreier Hüttenkäse verwendet werden.

Eine Schonkost sollte nur kurzfristig gefüttert werden (meist 3–5 Tage), da sie nicht alle notwendigen Nährstoffe enthält. Studien belegen, dass Schonkost bei akuten Magenproblemen hilfreich ist, bei länger andauernden Symptomen jedoch durch vollständige Diätfuttermittel ersetzt werden sollte.

Vermeide: Fettiges, scharfes, salziges und schwer verdauliches Futter.

b) Probiotika: Helferlein für die Darmflora

Probiotika sind lebende Bakterien, die die Darmflora stärken und die Verdauung unterstützen. Sie finden sich in Joghurt, Kefir oder speziellen Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde. Eine Studie von Rossi et al. (2018) zeigt, dass bestimmte probiotische Stämme, wie Enterococcus faecium, die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora fördern können. Die Verabreichung von Probiotika sollte idealerweise mit dem Tierarzt oder dem Ernährungsberater abgestimmt werden.

c) Regelmäßige Fütterung und angepasste Portionsgrößen

Füttere deinen Hund lieber mehrmals am Tag in kleinen Portionen, anstatt ihm große Mengen auf einmal zu geben. Dies entlastet den Magen und ist besonders bei Gastritis oder nach Erbrechen hilfreich.

  1. Geduld und Beobachtung: Der Schlüssel zum Erfolg

Es kann einige Tage dauern, bis sich der Magen deines Hundes beruhigt hat. Beobachte seinen Zustand genau und konsultiere im Zweifelsfall einen Tierarzt. Dokumentiere Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit, um eine genaue Diagnose zu erleichtern.

  1. Vorsorge ist besser als Nachsorge: So beugst du Magenproblemen vor

  • Hochwertiges Futter: Wähle ein Futter, das auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist.
  • Hypoallergene Diäten: Bei Futterunverträglichkeiten können Diäten mit hydrolysierten Proteinen helfen.
  • Futterumstellung: Gewöhne deinen Hund schrittweise an neues Futter, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
  • Stress vermeiden: Sorge für eine ruhige Umgebung und vermeide unnötige Aufregung.
  • Regelmäßige Bewegung: Fördert die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden.

Mit etwas Geduld, der richtigen Ernährung und liebevoller Unterstützung kannst du deinem Hund helfen, seinen empfindlichen Magen in den Griff zu bekommen.

P.S. Dieser Blogbeitrag dient der Information und ersetzt keinesfalls die Beratung durch einen Tierarzt oder, je nach Symptomatik, eines Ernährungsberaters.